Was bringt der Golden 3 mehr als sein Vorgänger?
Er deckt ein breiteres Pilotenspektrum ab, d.h. er ist das richtige Gerät für den Umsteiger und leistungsorientierten Thermik- und Streckenflieger, und wird für den Neuling im Akrofliegen seine Stärken zeigen.
Gradient ist es tatsächlich gelungen, diesen Spagat zu 100% zu vollziehen.
Dem Gradient-Team war es ein gestecktes Ziel, einen feinfühligen Sportklasseschirm mit einem Maximum an Kappenfeedback zu bauen.
"Ich hatte 2 super schöne Flüge damit, hatte etwa 1 Std. Airtime. Macht richtig Spaß der Flügel und hat das was ich am Golden 2 etwas vermisst hatte, ist agiler in den Kurven, Steuerdruck ist geringer, ich glaube ist ein richtig guter Flügel geworden :-) "
"Ich habe damit 3 Flüge und meine Frau 1 Flug gemacht. Wir waren zu Fuß unterwegs und doch ging es danach noch richtig gut längere Zeit thermisch zu fliegen.
Unsere Eindrücke an euch:
Toller Schirm mit sofortigem Wohlfühlcharakter, sehr vertrauenserweckend auch bei ruppigen Bedingungen in der Luft.
Nimmt unheimlich genau Reaktionen der Luft als auch vom Piloten verzögerungsfrei an. Umsetzen und annehmen von Steuerbewegungen ein Traum!
Beim Starten braucht er ein wenig mehr Impuls (Vorwärtsstart bei wenig oder Nullwind) als wir es von unseren Schirmen (Delite und Montana) gewohnt sind. Rückwärtsstart bei mehr Wind problemlos.
Insgesamt habe ich den Eindruck, daß der Schirm eine viel breitere Masse von Piloten ansprechen wird als der Golden 2 oder denen der Montana doch etwas zu dynamisch erscheint."
"Für mich aber der wichtigste Wohlfühlindikator (wahrscheinlich geht es jedem paragleitenden Drachenflieger so):
Der Schirm bleibt in der der Thermik nicht hinten hängen, hebelt nicht und die Kappe bleibt auch bei ruppiger Thermik schön über dem Piloten...
so macht das Thermikfliegen auch für mich wieder richtig Spaß...
Für mich war dies die absolut richtige Kaufentscheidung und ich freue mich schon auf jeden weiteren Flug !"
Golden 3 Video
Felix Wölk, Martin Gwosdz, Axel Gudelius, Josef Bauer und Jochen Schweizer haben ein schönes Video von ihrer Zeit in Madiera gemacht:
OLC Rekordflug in der Intermediateklasse
Dem schweizer Piloten Werner "Werni" Jacober gelang mit seinem Gradient Golden 3 ein 212,85 km FAI Dreieck. Die 200 km Marke in der Königsdisziplin des Streckenflugs ist damit auch mit einem Golden 3 (LTF 1-2, EN B) geknackt. Startpunkt des Rekordflugs vom 26.06.2010 war Fiesch. Dem Flug gingen laut Werner Jacober lange Winterabende der Planung voraus. Für ihn war sein 10 1/2 Stunden langer Flug der "helle Wahnsinn". Der 42-jährige dreifache Familienvater wurde 1991 durch seine Frau mit dem "Streckenvirus infiziert". Er arbeitet "ganz normal", wie er sagt, bei der Post, und hatte dieses Jahr das Glück, dass viele Hammertage auch auf seine arbeitsfreien Tage fielen. Die Eckdaten des Fluges seines bisherigen Lebens beschreibt Werner wie folgt:
"Am 26.06.2010 ging mein Traum in Erfüllung. Der Start ging sehr gut, ich konnte gleich in die Thermik einsteigen. Das Goms lief ebenfalls gut, erst Richtung Siedelhorn drückte der Grimselwind stark und ich musste den ersten Wendepunkt früher als geplant setzten (sonst hätte der Flug schon in Gletsch ein Ende gefunden). Auch zurück lief das Goms wieder ohne Schwierigkeiten, und nach gut zwei Stunden war ich wieder über dem Startplatz in Fiesch. Der Weiterflug Richtung Leukerbad gestaltete sich ebenfalls recht glatt - erst danach kam etwas Wind auf, was es schwieriger machte. Am Mount Bont mußte ich dynamisch aufsoaren und der Weg nach Les Diablerets war mit viel Gegenwind nur schwer machbar. Darum ist auch mein zweiter Wendepunkt etwas kürzer geraten, denn ich wollte nicht das Risiko eingehen den Flug vorzeitig beenden zu müssen. Der Flug retour bis Grand Montana und die Querung über das Rhonetal verliefen wieder wie geplant und ohne Probleme. Bei Chandolin fand ich sofort Anschluss und flog weiter ins Turtmannstal. Über Grächen brauchte ich zwei Anläufe um danach sicher über das Mittaghorn zum Mattmark Stausee weiter zu kommen. Auch der Rückflug bis zur Weissmies ging gut. Da aber die Zeit schon fortgeschritten war begrüßte mich der Talwind im Saasertal mit seiner vollen Wucht. Beim Jegihorn vernichtete ich innerhalb von sehr kurzer Zeit fast 1000 Höhenmeter. Mühsam kämpfte ich mich um den Ausläufer ins Luv. Von diesem Zeitpunkt war nichts mehr einfach, der weitere Flug war ein "knorzen und kämpfen". Beim Rückflug Richtung Brig war der Gegenwind dann sehr stark. Die Sonne ging langsam unter. Gelandet bin ich in Grengiols um 20.47 Uhr nach über 10 1/2 Stunden in der Luft - etwas erschöpft aber total glücklich."
Das Profil von Werner Jacobers Flug kann im Detail im Internet betrachtet werden: